ADENOMYOSE

ENDOMETRIOSE DER GEBÄRMUTTER

Was genau ist das?

Adenomyose wird oft als „innere Endometriose“ bezeichnet und entsteht, wenn Endometriumzellen in die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium) eindringen. Dadurch wird die Gebärmutter größer, weniger flexibel und oft sehr schmerzhaft.

Wie erkennt man sie?

Die Diagnose war lange Zeit schwierig, doch moderne Techniken verändern die Situation grundlegend:

  • Ultraschall und MRT: Es wird nach spezifischen Anzeichen gesucht, wie einer „kugelförmigen“ Gebärmutter oder kleinen Zysten innerhalb der Gebärmuttermuskulatur (MUSA-Kriterien).
  • Die Übergangszone: Der Bereich zwischen Gebärmutterschleimhaut und Muskulatur wird untersucht, da er bei dieser Erkrankung häufig verändert ist.
  • Auswirkungen auf den Alltag: Die Erkrankung äußert sich häufig durch sehr starke Monatsblutungen (Menorrhagie) und starke Beckenschmerzen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlungsstrategie hängt vom Kinderwunsch der Patientin ab:

  • Erhalt der Fruchtbarkeit: Medizinische Behandlungen werden bevorzugt, um die Erkrankung zu stabilisieren, da Adenomyose die Einnistung eines Embryos erschweren kann.
  • Konservative Behandlungen: Einsatz hormoneller Spiralen oder oraler Medikamente zur Verringerung des Gebärmuttervolumens und der Blutungen.
  • Hysterektomie: In schweren Fällen, wenn kein Kinderwunsch mehr besteht, bleibt die Entfernung der Gebärmutter die endgültige Lösung.